| Gesamtrettungssystem
für Segelflugzeuge LBA erteilt Einsatzfreigabe
für weltweit erstes Segelflugzeug-Gesamtrettungssystem
Nach 10 Jahren Entwicklung und Erprobung hat das
Luftfahrt-Bundesamt (LBA) für das weltweit erste Segelflugzeug-Gesamtrettungssystem, das
Streifeneder-MVEN GRS RADA, die Einsatzfreigabe erteilt. Das Luftfahrt-Bundesamt lässt
das Gesamtrettungssystem für den Einbau in Segelflugzeuge und Motorsegler bis 525 kg
Abflugmasse und höchstzulässiger Fluggeschwindigkeit bis 300 km/h zu, sofern diese
Flugzeuge ihrerseits die ergänzenden Lufttüchtigkeits-Anforderungen für den Einbau
solcher Systeme zellenseitig erfüllen. Eine entsprechende Anpassung der Segelflugzeuge
durch die Hersteller ist erforderlich.
Bei mehreren Überlastabwürfen bei 360 km/h und
mit einer Anhängelast von 600kg sowie bei Flugversuchen mit einer freifliegenden,
unbemannten Mosquito bewies das System seine Festigkeit. Auch konnte bei diesen
Flugversuchen der Nachweis erbracht werden, dass keine unzulässigen Verzögerungskräfte
und Drehmomente an der Flugzeugzelle auftreten.
Bisher war es für den Segelfugpiloten nur sehr schwer
möglich, nach einem Crash während des Fluges noch rechtzeitig aus dem Cockpit
auszusteigen und mit einem normalen Personen-Rettungsfallschirm sicher zum Boden zu
gelangen. Große Kräfte und ungewöhnliche Fluglagen haben oftmals dazu geführt, dass
ein rettender Absprung nicht möglich war. Diese Sicherheitslücke wird nun durch das vom
LBA freigegebene Segelflugzeug-Gesamtrettungssystem aus unserem Hause geschlossen.
Jetzt bleibt der breite Einsatz nur noch abhängig von den
Segelflugzeugkäufern, diese Erhöhung ihrer persönlichen Sicherheit anzunehmen, und von
den Segelflugzeugherstellern, diesen Einbau zu akzeptablen Preisen anzubieten.
Voraussichtlich werden Ventus 2b, ASW 28 und Discus die ersten Typen sein, die eine EMZ
mit Rettungssystem erhalten.
Für Fragen zum Gesamtrettungssystem und deren
Einbaumöglichkeiten steht Herr Hansjörg Streifeneder jederzeit gerne zur Verfügung.
Diesen Artikel möchten wir ebenso zum Anlass nehmen, uns
bei all den engagierten beteiligten Firmen, Organisationen, Behörden, Instituten und
Personen zu bedanken. Insbesondere gilt großer Dank und Anerkennung unserem Peter F.
Selinger, welcher unzählige Stunden für dieses Projekt opferte. Wir hoffen auf eine
weiterhin gute Zusammenarbeit und den Erfolg unseres Gesamtrettungssystems.

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